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Kanzlei-Diversity

 

Diversity, Vielfalt, ist nicht neu. Bevor sie in den betriebswirtschaftlichen Fokus gerückt ist, hat sie andernorts lange schon Einzug gehalten: Wer schätzt Vielfalt in der Küche nicht – oder möchte jemand allen Ernstes ausschließlich gutbürgerlich-deutsch essen?! Ich stelle jedenfalls immer wieder fest:

In der Kanzlei verhält es sich genauso – die Mischung macht´s. Aber nur mit dem richtigen Management erhält man auch die richtige Mischung. Die Rede ist von: Diversity-Management.

Staubig ist Vergangenheit

Ich schätze Diversity in der Kanzlei nicht nur, sondern ich fördere sie auch ausdrücklich. Steife, staubige Kanzleien gehören in die Vergangenheit. Ich möchte ein junges, cooles, vielfältiges Team! Liebe Leser, Sie fürchten, dann mangelt es an Qualität? Weit gefehlt. Zahlreiche Studien belegen: Diversity am Arbeitsplatz führt zu höherer Produktivität und zu überdurchschnittlicher Performance. Ein nicht ganz vergleichbares, aber prägnantes Beispiel aus der Sportwelt: Sie müssten nur Michael Lewis´ „Moneyball“ lesen (oder anschauen – auch wenn Sie Brad Pitt nicht mögen, er spielt sensationell als Billy Beane), dann wüssten Sie es.

Neu bewerten, was (wirklich) zählt

Im Rekrutierungsprozess sind mir persönliche Eigenschaften wie Nationalität, Weltanschauung, Alter, Geschlecht und sexuelle Orientierung – frei heraus – total egal. Ich suche Mitarbeiter, die fachliche Kompetenzen besitzen und die dank ihrer gesamten Biographie über eine offene und tolerante Einstellung verfügen, mit der sie interkulturell und sozial mit Kollegen und Mandanten umgehen. Anders gesagt: Ich wähle Persönlichkeiten aus, die bei uns Mensch sein dürfen und sollen – in all ihrer Diversity, 100%ich. Nicht zuletzt deshalb haben wir die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

Wege und Werte

Wer Diversität wertschätzt, ermutigt zu größerem Austausch. Ich sehe das als Investition in die Gegenwart – für die Zukunft: Meine Mitarbeiter sind zufriedener, motivierter und empfinden mehr Zugehörigkeit zum Team und zur Kanzlei. Dieser Zusammenhalt macht stark. Und erfolgreich: Unternehmen mit Diversity-Ansatz haben 33% mehr Erfolg, laut den erwähnten Studien. „Diversity Management zeigt Wege“, habe ich kürzlich irgendwo gelesen. Und Werte, möchte ich hinzufügen.

Die Mischung macht´s

Diversity-bewusstes Personalmanagement und die Führung eines heterogenen Umfeldes ist aufwändig. Manchmal werden die Perspektiven zu vielfältig und Konflikte entstehen. Dann staunen wir, dass wir trotz Sensibilität ungeahnte Schubladen im Kopf haben. Was uns Gelegenheit für ein TripleA gibt: Aufmachen, Ansehen, Aufräumen. So wird aus „Clash“ kein „Crash“, sondern „Change“ – for the better. Dank Diversity verfügen wir schließlich auch über vielfältigere Lösungen.

Und ganz heimlich warte ich auf ein Team-Event, zu dem alle Mitarbeiter aus ihrer Heimat oder Region diverse Köstlichkeiten mitbringen.

D.M.

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